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Liebe Freunde unseres Sports, liebe Clubkameraden!

100 Jahre organisierter Rodelsport um Berchtesgadener Land, 85 Jahre Rodelclub Berchtesgaden - Grund genug für einen Rückblick.

Auf eine Entwicklung, die 1903 mit dem ersten Preisrodeln ihren Anfang nahm, 1923 zur Gründung des Rodelclubs führte und schließlich zur ersten Kunsteisbahn der Welt und zum Bundesleistungszentrum . Jahrzehnte, in denen dieser schöne und interessante Sport einen ungeahnten Aufschwung nahm. Einen Aufschwung, der das Berchtesgadener Land als eine Hochburg des Rodelsports und den Rodelclub Berchtesgaden als einen der erfolgreichsten deutschen Vereine weltweit bekannt machte.

Fünf Olympiasieger, neun Weltmeister, drei Junioren-Weltmeister, acht Weltcup-Gewinner, neun Europameister, drei Junioren-Europameister und 67 Deutsche Meister stellte der Club in seiner nun schon 80 jährigen Geschichte. Und nicht zuletzt mit Georg Hackl den erfolgreichsten Rennrodler aller Zeiten. Fürwahr eine stolze Bilanz!

So möchte auch ich zu diesem nicht alltäglichen Jubiläum herzlich gratulieren. Ich wünsche dem Rodelclub Berchtesgaden und mit ihm dem Berchtesgadener Land, dessen Namen heute der ganze Landkreis trägt, für die Zukunft alles Gute - vor allem aber, dass die Erfolge auch in Zukunft nicht abreissen mögen.

 

Georg Grabner

Landrat und Präsident des Bayerischen Bob- und Schlittensport-Verbandes

Geschrieben für die Festschrift zum 100 jährigen Jubiläum

Rodeln hat zwischen Watzmann und Untersberg Tradition.

Schlitten wurden im Berchtesgadener Talkessel zum Transport der verschiedensten Dinge benutzt. Aber man rodelte auch zur Arbeit, zum Einkauf oder zur Schule vom Berg ins Tal und in den Markt Berchtesgaden hinab. Doch Einheimische und Gäste rodelten auch zum "Spass an der Freud". So finden sich in alten Ausgaben des "Berchtesgadener Anzeigers" bereits vor Beginn des 20. Jahrhunderts immer wieder Berichte von Rodelbahnen: am Vordereck, vom Vorderbrand, vom Obersalzberg oder in Schellenberg.

1903: Erstmals ein "Preiswettfahren", und zwar am 18. Januar von Vorderbrand nach Berchtesgaden. Ausgerichtet vom eigens dazu gegründeten "Komitee zur Veranstaltung eines Preisrodelns". Am Start sind 11 Damen und 64 Herren. Die Sieger: Distrikstechnikersgattin Frau Wenig aus Berchtesgaden und Anton Kurz vom Gasperlehen in der Resten.

1905: Gründung des "Wintersportvereins Berchtesgaden" am 05.Januar im Hotel "Deutsches Haus" durch 30 Herren, die Hotelier Max Miller zum Vorstand wählen. Der berichtet dann am 06.Dezember bei der ersten Jahreshauptversammlung bereits von zwei vom Verein ausgerichteten Rodelrennen.

1914: Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs gibt es alljährlich Wintersportfeste. Zum Programm gehört immer ein Preisrodeln für Damen und Herren.

1922: Erste "Meisterschaft des Berchtesgadener Landes" am 24.Februar auf der Obersalzbergstraße. 78 Starter zählt der Veranstalter, der am 06.Januar wieder gegründete Wintersportverein, der sich jetzt "Wintersportausschuß" nennt. Ihm gehören Vertreter der Verkehrsvereine Markt und Land an.

1923: Gründung des "Rodelklubs Berchtesgaden" (damals Club noch mit "K" geschrieben) am 04.Februar im Gasthof "Neuhaus". Zum Vorstand wird Oberbahnmeister Lorenz Reitschuster gewählt, zum Kassier Karl Grüsser. Man will sich so bald wie möglich dem "Deutschen Rodelbund" anschliessen.

1924: Der "Deutsche Rodelbund" ernennt den Rodelklub zum "Vorsitzenden Verein des Bezirksverbandes Ober- und Niederbayern". Der Jahresbeitrag des Clubs: Einheimische 1, Kurgäste 2 Mark. Auf Habenseite der Klubkasse stehen zum Jahresende ganze 3,53 Mark.

1926: Erstmals "Bayerische Rodelmeisterschaften", und zwar am 24.Januar auf der 4,5km langen Vorderbrandstraße mit ihren 39 Kurven. Es gewinnt Walburga Fendt aus Berchtesgaden, während der Oberaudorfer Ludwig Wechselberger bei den Herren die Nase vorn hat.

1928: Mitbegründer des "Bayerischen Rodelbundes" ist am 2.Dezember der Berchtesgadener Rodelklub. Es gibt insgesamt vier Gauverbände, und der Rodelklub gehört zum "Chiemgau".

1929: Bei den ersten "Chiemgau-Meisterschaften" am 6.Januar auf der Obersalzbergstraße werden Gertrud Lenz vom Faselsberg und Anton Kurz aus Berchtesgaden Vizemeister.

1930: Weniger Geld von den Verkehrsvereinen erhält der Rodelklub. Bisher gab jeder der beiden Vereine Markt und Land 300 Mark. Jetzt bekommt der Klub vom Marktverein nur noch 100, vom Landverein nur noch 200 Mark.

1935: Erstmals zwei Bayerische Meistertitel holen sich Mitglieder des Rodelklubs in Garmisch-Partenkirchen. Auf der für die Olympischen Winterspiele 1936 gebauten Bobbahn am Riessersee gewinnen Thekla Rasp und Lorenz Lenz.

1937: Die neue Bahn am Obersalzberg, bei deren Bau teilweise bis zu 300 Arbeiter eingesetzt waren, ist fertig. Sie führt vom Hotel "Antenberg" bis zur Breitwiese, ist 2,5km lang und hat ein Gefälle von durchschnittlich 16, maximal 21 Prozent.

1938: Neuer Bahnrekord auf der Obersalzbergbahn, aufgestellt von Franz Kurz aus Salzberg. Er braucht für die 2,5km lange Strecke nur 3 Minuten und 6,4 Sekunden und unterbietet damit die Bestmarke des Vorjahres um 0,8 Sekunden.

1939: Deutsche Meisterschaften abgesagt, weil es zu wenig Schnee gibt. Zu diesen erstmals nach Berchtesgaden vergebenen Titelkämpfen hatten 66 Männer und 30 Frauen gemeldet.

1942: Rodelschlitten "zur Stärkung der Front" benötigt das Oberkommando des Heeres dringend. Gefragt sind Handzugschlitten von 90 cm aufwärts, die bei der Marktgemeinde abgegeben werden müssen. "Schlitten der angegebenen Art sind für unsere Soldaten im Osten als Transportmittel von unschätzbarem Wert" heißt es in einem am 12.Januar im "Berchtesgadener Anzeiger" veröffentlichten Aufruf. Offenbar fallen die für Rennen tauglichen Schlitten jedoch nicht unter diese Bestimmung, denn am 8.Februar findet auf der Obersalzbergbahn ein Rennen mit 50 Teilnehmern statt.

1947: Endlich wird wieder gerodelt, und zwar am Fuße des Untersbergs vom Nußhof bis zum Schwaigerlehen.

1950: Wiedergründung des Rodelclubs Berchtesgaden am 03.Januar. Einstimmig zum Vorstand wird Emil Schrade gewählt, der auch zur Gründungsversammlung eingeladen hatte. Ausserdem werden in den Vorstand gewählt: Schrifführer und Kassier Heinrich Ströhlein, Kampfgericht Leopoldine Friedl, Alfred Krüger und Albert Metzenleitner, Jugendleiter Oskar Böse, Jugendsportwart Hans Ilsanker, Zeitnehmer Stefan Kellerbauer undZeugwart Stefan Rasp.

1951: Zum Neubeginn ein Jugend-Rodelrennen, das der Rodelclub gemeinsam mit dem "Haus der Jugend" veranstaltet. Gefahren wird auf der Bayerstraße, und zwar vom Haus "Vogelthenn" bis zur Anlage an der Hindenburgallee.

1952: An die 1.000 Zuschauer beim ersten Rennen der Saison. Mitte Januar auf der Vorderbrandbahn. Und beim Rennen auf der Obersalzbergbahn sind am 9.Februar bei heftigem Schneetreiben nicht weniger als 100 Rodler- und Rodlerinnen aller Altersklassen am Start. Darunter auch der 77-jährige Georg Steer vom Rodelclub als ältester Teilnehmer. 40 aktive und 8 passive Mitglieder hat der Club, dessen Kassenbestand sich zum Jahresende allerdings nur noch auf 100,81 DM beläuft.

1953: Eine separate Rennschlitten-Klasse wird bei der Generalversammlung des Rodelclubs auf Antrag von Nepomuk Beer jun. beschlossen. Damit haben in der Zukunft auch die Fahrer normaler Schlitten wieder grössere Chancen.

1956: Clubabzeichen in Gold für verdiente Funktionäre. Bei den Chiemgau-Meisterschaften auf der Bahn am Obersalzberg werden ausgezeichnet: Finy Schneider, Nepomuk Beer, Anton Brandner, Hans Feil, Josef Lenz sen., Hubert Kurz, Franz Märkl, Albert Metzenleitner, Emil Schrade und Hans Vonderthann.

1958: An der Nordrampe des Kehlsteins finden diesmal auf der sogenannten Dalsenwinkelstraße die Chiemgau-Meisterschaften statt. Der Grund für das Ausweichen: Schneemangel. Bei der Herrichtung der Bahn helfen Mitglieder des 1951 gegründeten Wintersportvereins Königssee.

1959: Hans Plenk jun. Deutscher Meister: aus Triberg im Schwarzwald bringt er erstmals diesen Titel für den Rodelclub und das Berchtesgadener Land mit. Zuvor hatte er bereits den "Großen Preis von Deutschland" in Garmisch-Partenkirchen gewonnen.

1960: Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge beschließt der Rodelclub. Künftig zahlen aktive Mitglieder 5, passive 6 und Jugendliche 3 DM.

1961: Vize-Weltmeister wird Hans Plenk jun. in Girenbad in der Schweiz hinter dem Polen Jerzy Wojnar. Zum Saisonabschluss gewinnt der Berchtesgadener am Königssee zum zweiten Mal den Deutschen Meistertitel.

1962: Erste Ehrenmitglieder des Rodelclubs: Elisabeth Hölzl vom Hotel "Schwabenwirt" und Georg Steer vom Hansererweg.

1963: 110 Starter beim Kinder-Rodelrennen auf der Obersalzbergbahn. Hans Plenk jun. kann seine Erfolgsserie fortsetzen. In Imst/Österreich verteidigt er den im Vorjahr erstmals errungenen Titel eines Vize-Weltmeisters mit Erfolg und wird in Hahnenklee-Bochswiese zum dritten Mal Deutscher Meister

1964: Olympische Bronze für Hans Plenk jun. gibt es in Innsbruck/Österreich, wo erstmals bei Olympischen Winterspielen Rennrodeln auf dem Programm steht. Die Berchtesgadener bereiten dem Medaillengewinner im Markt einen großen Empfang. Überdies wird Plenk am Königssee zum vierten Mal Deutscher Meister im Einsitzer und zum ersten Mal im Doppelsitzer als "Hintermann" von Wolfgang Winkler (RC Rottach-Egern).

1965: Hans Plenk jun. jetzt auch Weltmeister. Damit krönt er in Davos/Schweiz seine Laufbahn als derzeit erfolgreichster Sportler des Rodelclubs. Mit Josef Hasenknopf vom WSV Königssee als "Hintermann", gibt es für ihn in Hahnenklee-Bockwiese im Doppel den zweiten Deutschen Meistertitel.

1966: Gleich zwei Deutsche Meistertitel ergänzen die Erfolgsbilanz des Rodelclubs. Diesmal sind es Christa Schmuck und Leonhard Nagenrauft, die am Königssee die Konkurrenten hinter sich lassen.

1967: Jetzt auch zwei Europameister. Auf ihrer Hausbahn am Königssee haben Christa Schmuck und Leonhard Nagenrauft die Nase vorn. Am Königssee wird Nagenrauft auch Deutscher Meister.

1968: Christa Schmuck die "Silberchristl" von Grenoble. Von den Olympischen Winterspielen in Grenoble/Frankreich bringt die Berchtesgadenerin eine Silbermedaille mit. Und wie schon ihren Clubkameraden Hans Plenk, so feiern die begeisterten Berchtesgadener auch ihre "Silberchristl" mit einem Empfang am Marktplatz.

1969: Erstmals Weltmeisterschaften auf dem zur ersten Kunsteisbahn der Welt umgebauten Eiskanal am Königssee. Für die Einheimischen gibt es diesmal wieder Plätze auf dem Siegerpodest: durch Christa Schmuck als Dritte. Alle Deutschen Meistertitel gewinnen am Königssee wieder Mitglieder des Rodelclubs: Christa Schmuck und Leonhard Nagenrauft im Einsitzer, Nagenrauft/Hans Wimmer im Doppelsitzer.

1970: Josef Fendt wird Weltmeister auf der Bahn am Königssee und verweist seinen alten Konkurrenten Josef Feistmantl aus Österreich klar auf Platz 2. Doch damit nicht genug: Als Zweitplatzierte steht auch Christa Schmuck erneut auf dem Siegerpodest. Ebenfalls am Königssee wird sie zum vierten Mal Deutsche Meisterin und bei den Herren erstmals Hans Wimmer, ebenso Anton Winkler, der als "Hintermann" von Stefan Hölzlwimmer (WSV Königssee) seinen ersten Titel eines Deutschen Juniorenmeisters holt.

1971: Zwei Deutsche Meistertitel für Anton Winkler bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften am Königssee. Er gewinnt sowohl im Einsitzer als auch im Doppelsitzer, hier mit seinem Clubkameraden Roman Raich als "Hintermann". Vize-Weltmeister wird in Olang in Südtirol/Italien Leonhard Nagenrauft. Um Deutsche Meistertitel geht es diesmal in Schlehdorf. Erstmals stehen hier Josef Fendt und im Doppelsitzer Hans Brandner/Balthasar Schwarm (SV Feilnbach) auf dem obersten Treppchen des Siegerpodestes.

1972: Im Doppelsitzer auch international erfolgreich sind die Rodelclub-Mitglieder in diesem Jahr. Vize-Europameister werden am Königssee Hans Brandner/Balthasar Schwarm (SV Feilnbach) vor Peter Reichenwallner/Rudolf Größwang. Brandner/Schwarm verteidigen am Königssee auch ihren im Vorjahr erstmals errungenen Deutschen Meistertitel mit Erfolg, und Josef Fendt wird zum zweiten Mal Deutscher Meister. Und beim Nachwuchs sichert sich diesmal Josef Brettl am Königssee den Titel eines Deutschen Juniorenmeisters.

1973: Vier Deutsche Meistertitel für den Rodelclub gibt es in Schlehdorf: den vierten für Leonhard Nagenrauft, den dritten für Hans Brandner/Balthasar Schwarm (SV Feilnbach). Bei den Junioren gleich zwei für Anton Winkler: im Einsitzer sowie im Doppelsitzer als "Vordermann" von Roman Raich.

1974: Josef Fendt sorgt für eine Überraschung, denn der Berchtesgadener wird zum zweiten Mal Weltmeister. Am Königssee verweist er seinen schärfsten Konkurrenten, den Titelverteidiger Hans Rinn aus der DDR, klar auf Platz 2. Dabei lag Fendt vor dem Endlauf noch auf Platz 3. Erneut holt er sich am Königssee auch den Deutschen Meistertitel, wo im Doppelsitzer Peter Reichenwallner/Rudolf Größwang gewinnen. Deutscher Jugendmeister in Schlehdorf: das Doppel Anton Wembacher/Roman Raich.

1975: Deutsche Meister werden am Königssee zum vierten Mal Josef Fendt und das Doppel Hans Brandner/Balthasar Schwarm (SV Feilnbach). Auf der Hausbahn der Berchtesgadener liegt diesmal Anton Wembacher gleich zwei Mal vorn: im Einsitzer und im Doppelsitzer mit Detlef Ammenhäuser (1. FC Kohlheck) als "Hintermann".

1976: Zwei Silberne bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck/Österreich, wo auf der inzwischen zum Kunsteiskanal umgebauten Bahn in Igls zum zweiten Mal nach 1964 die Rodler starten. Durch Josef Fendt, für den diese Olympischen Winterspiele krönender Abschluss seiner sportlichen Laufbahn sind, und im Doppelsitzer Hans Brandner/Balthasar Schwarm (jetzt MTV Rosenheim). Die Olympioniken werden in Berchtesgaden enthusiastisch gefeiert und vom Rodelclub zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die Bahn am Königssee ist wieder Austragungsort der Deutschen Meisterschaften. Titel gibt es für Anton Winkler sowie Rudolf Größwang, im Doppelsitzer "Hintermann" von Stefan Hölzlwimmer (WSV Königssee). Und bei den Junioren sind es gleich zwei für Thomas Rzeznizok: im Einsitzer und im Doppelsitzer mit Detlef Ammenhäuser (1. FC Kohlheck als "Hintermann".

1977: In die Fußstapfen seiner großen Vorbilder tritt jetzt Anton Winkler, der am Königssee Europameister wird und bei den Weltmeisterschaften in Igls/Österreich den 3. Platz belegt. Auch Hans Brandner/Balthasar Schwarm (MTV Rosenheim) werden im Doppelsitzer Europameister und Dritte bei den Weltmeisterschaften. Dritte bei den Europameisterschaften im Doppelsitzer : Rudolf Größwang, "Hintermann" von Stefan Hölzlwimmer (WSV Königssee). Europa-Juniorenmeister in Igls: Andrea Fendt und Hans Stanggassinger/Franz Wembacher im Doppelsitzer. Deutsche Meistertitel bringen aus Winterberg Andrea Fendt sowie Brandner/Schwarm im Doppelsitzer mit. Die Deutschen Juniorenmeisterschaften am Königssee enden mit Titelgewinnen für Elke Djan und im Doppelsitzer Stanggassinger/Wembacher.

1978: Erster Weltcup gleich mit zwei Siegern: in der Gesamtwertung liegen Regina König und Anton Winkler auf Platz 1. Andrea Fendt und Winkler werden in Imst/Österreich Vize-Weltmeister. Deutsche Meistertitel gewinnen am Königssee Andrea Fendt und Rudolf Größwang als "Hintermann" von Stefan Hölzlwimmer (WSV Königssee) zum zweiten Mal, während Elke Djan in Winterberg Deutsche Juniorenmeisterin wird.

1979: Einen vierten Weltmeister-Titel gibt es für den Rodelclub, als am Königssee Hans Brandner/Balthasar Schwarm (MTV Rosenheim) im Doppelsitzer ihre Konkurrenten Hans Rinn/Norbert Hahn aus der DDR auf Platz 2 vor Anton Winkler/Anton Wembacher verweisen. Auf ihrer Hausbahn werden Brandner/Schwarm auc zum sechsten Mal Deutsche Meister wie auch Andrea Fendt, für die es der dritte Titelgewinn ist. Von den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Winterberg bringen Titel mit: Elke Djan sowie Christoph Weitzenberg/Thomas Schwab im Doppelsitzer.

1980: Eine zweite olympische Bronzemedaille gibt es bei den Winterspielen in Lake Placid/USA für den Rodelclub: durch Anton Winkler, der nun auch in den Kreis der Ehrenmitglieder des Rodelclubs aufgenommen wird. Die Titel gewinnen bei den Deutschen Meisterschaften am Königssee Elke Djan, Anton Winkler und das Doppelteam Hans Stanggassinger/Franz Wembacher. Aus Winterberg kehren Elke Djan, Stefan Fischer und Klaus Rosenberger/Thomas Schwab im Doppelsitzer mit 1. Plätzen von den Deutschen Juniorenmeisterschaften zurück.

1981: Fünf Deutsche Meister stellt der Rodelclub. In Winterberg gewinnen Elke Djan, Thomas Rzeznizok und die Doppelsitzer Hans Stanggassinger/Franz Wembacher. Auf ihrer Hausbahn am Königssee landen bei den Junioren Stefan Fischer und im Doppelsitzer Thomas Schwab/Wolfgang Staudinger auf Platz 1.

1982: Stefan Ilsanker Deutscher Juniorenmeister. Der Berchtesgadener gewinnt am Königssee im Einsitzer seinen ersten Meistertitel. Deutsche Meister werden am Königssee zum zweiten Mal Hans Stanggassinger und Franz Wembacher im Doppelsitzer.

1983: Platz 1 bei der 3-Bahnen-Tournee geht in der Gesamtwertung nach 1978 wieder an Hans Stanggassinger/Franz Wembacher im Doppelsitzer. Und wie schon 1981 bei den Weltmeisterschaften in Hammarstrand/Schweden, belegen sie auch in diesem Jahr in Lake Placid/USA Platz 3. Mit einem 3. Rang bei den Europa-Juniorenmeisterschaften taucht erstmals der Name Georg Hackl in den Ergebnislisten auf. Die Deutschen Meister von Winterberg: Wolfgang Staudinger als "Hintermann" von Johannes Schettel (RC Bigge-Olsberg) im Doppelsitzer. Bei den Junioren sind es Andrea Hatle, Max Burghartswieser und im Doppelsitzer Stefan Fischer/Max Burghartswieser.

1984: Jetzt auch Olympisches Gold für den Rodelclub gibt es bei den Winterspielen in Sarajewo/Jugoslawien durch Hans Stanggassinger/Franz Wembacher im Doppelsitzer. Und wieder ein triumphaler Empfang daheim. Vervollständigt wird ihr Erfolgskonto durch den 2. Platz bei den Europameisterschaften im Südtiroler Olang/Italien und den dritten Deutschen Meistertitel am Königssee, wo auch Andrea Hatle und Thomas Rzeznizok erfolgreich sind.

1985: Georg Hackl Europa-Juniorenmeister. Nach seinem 3. Platz zwei Jahre zuvor, gewinnt er jetzt am Königssee seinen ersten internationalen Titel und belegt bein den 3-Bahnen-Tournee im Doppelsitzer als "Hintermann" von Stefan Ilsanker im Doppelsitzer in der Gesamtwertung Platz 3. Deutsche Meister werden in Winterberg Andrea Hatle und im Doppelsitzer Stefan Fischer/Max Burghartswieser, der sich am Königssee auch den Titel eines Deutschen Juniorenmeisters im Einsitzer zum zweiten Mal sichert.

1986: Zwei Weltmeistertitel der Junioren holt am Königssee Max Burghartswieser im Einsitzer sowie im Doppelsitzer als "Hintermann" von Uwe Reindl (WSV Königssee). Die Doppelsitzer des Rodelclubs sind auch sonst erfolgreich. Im Weltcup gibt es in der Gesamtwertung Platz 2 für Thomas Schwab/Wolfgang Staudinger und Platz 3 für Stefan Ilsanker/Georg Hackl, die in der Gesamtwertung der 3-Bahnen-Tournee ebenfalls Dritte werden und am Königsssee Deutsche Meister.

1987: Platz 1 im Weltcup in der Gesamtwertung geht an die Doppelsitzer Thomas Schwab/Wolfgang Staudinger vor Stefan Ilsanker und Georg Hackl. Bei den Titelkämpfen in Igls/Österreich werden Ilsanker/Hackl Vize-Weltmeister vor Schwab/Staudinger, doch in der Gesamtwertung der 3-Bahnen-Tournee ist die Reihenfolge wieder umgekehrt: 1.Schwab/Staudinger, 2.Ilsanker/Hackl. Bei den Deutschen Meisterschaften in Winterberg holt sich Hackl gleich zwei Titel: im Einsitzer sowie im Doppelsitzer mit "Vordermann" Ilsanker.

1988: Silber und Bronze gibt es in Kanada bei den Olympischen Winterspielen in Calgary. Während Georg Hackl mit der Silbernen heimkehrt, bringen die Doppelsitzer Thomas Schwab/Wolfgang Staudinger Bronze mit. Und wieder bereiten die Berchtesgadener den Medaillengewinnern den schon üblichen tollen Empfang, zumal das Trio am Königssee Europa-und Deutscher Meister wurde sowie die Gesamtwertung der 3-Bahnen-Tournee gewann. Ilsanker/Hackl belegten ausserdem in der Gesamtwertung des Weltcups Platz 2.

1989: Georg Hackl wird Weltmeister in Winterberg und kann Titelverteidiger Jens Müller/DDR auf Platz 2 verweisen. Auch der 1.Platz in der Gesamtwertung des Weltcups und der 2. der Gesamtwertung der 3-Bahnen-Tournee gehen an Hackl. Gleich zwei Deutsche Meistertitel bringt er aus Winterberg mit : im Einsitzer sowie im Doppelsitzer als "Hintermann" von Stefan Ilsanker. Deutsche Juniorenmeister wird am Königssee Norbert Gatz jun. im Doppelsitzer mit Michael Niedernhuber (WSV Königssee) als "Vordermann".

1990: Zweiter Weltmeistertitel für Georg Hackl, der in Calgary/Kanada seine schärftsten Konkurrenten, den Österreicher Markus Prock und Jens Müller/DDR, klar hinter sich lassen kann und zum zweiten Mal Weltmeister wird. Aus Igls/Österreich bringt er den Europameister-Titel mit und aus Winterberg seinen vierten Deutschen Meistertitel. Doch damit nicht genug: er gewinnt auch die Gesamtwertung des Weltcups im Einsitzer. Deutscher Juniorenmeister wird in Winterberg Alexander Horstmann.

1991: Den fünften Deutschen Meistertitel gibt es für Georg Hackl am Königssee. Er wird in Winterberg Vize-Weltmeister und in der Gesamtwertung des Weltcups Zweiter. Die Deutschen Juniorenmeister am Königssee: Norbert Gatz jun. sowie im Doppelsitzer Hans Angerer, "Hintermann" von Michael Reichlmayr (SG Hausham).

1992: Georg Hackls erste Olympische Goldene. Bei den Winterspielen in Albertville/Frankreich steht er zum ersten Mal auf der obersten Stufe des Siegerpodestes und wird bei der Heimkehr in Berchtesgaden begeistert gefeiert.

1993: Zwei zweite Plätze schafft Georg Hackl: in Calgary/Kanada als Vize-Weltmeister und ind er Gesamtwertung des Weltcups.

1994: Wieder Olympisches Gold für Georg Hackl bei den Winterspielen in Lillehammer/Norwegen. Und daheim gibt es natürlich wieder eine Siegesfeier, bei der ganz Berchtesgaden auf den Beinen ist, dem Hackl Schorsch zu gratulieren, der am Königssee auch Deutscher Meister wird. Nach dem plötzlichen Tod von Bert Isatitsch, Gründungspräsident der FIL, des Internationalen Rennrodelverbandes, wenige Tage vor den Olympischen Winterspielen, übernimmt Josef Fendt, seit 1985 Vizepräsident, zunächst kommissarisch die Leitung des Weltverbandes. Beim FIL-Kongress in Rom/Italien wird er dann einstimmig zum neuen FIL-Präsindenten gewählt.

1995: Alexander Resch erstmals ganz oben. Noch als "Solist" wird er in Oberhof Deutscher Juniorenmeister. Für Georg Hackl bringt die Saison in Winterberg den siebten Deutschen Meistertitel, aus Lillehammer/Norwegen kehrt er als Vize-Weltmeister zurück und im Gesamt-Weltcup belegt er Platz 2.

1996: Platz 1 beim "Winterberg Champions-Cup" zeigt einmal mehr, dass Georg Hackl nach wie vor zu den Weltbesten gehört. National ist ihm ohnehin keiner gewachsen: in Altenberg gibt es den achten Deutschen Meistertitel. Im Einsitzer gewinnt Alexander Resch nicht nur die Gesamtwertung im Nationencup der Junioren, er wird auch zum zweiten Mal Deutscher Juniorenmeister im Einsitzer.

1997: Georg Hackls dritter Weltmeistertitel folgt in Igls/Österreich. Und in Winterberg der nächste, der neunte Deutsche Meistertitel.

1998: Das dritte Olympische Gold für Georg Hackl gibt es bei den IXX. Olympischen Winterspielen im Eiskanal "Spirale" in Nagano/Japan. Und in Winterberg gewinnt er wieder den Champions-Cup. Beim Empfang daheim übertrifft die Begeisterung der Berchtesgadener alles bisher Dagewesene, denn der Hackl Schorsch ist jetzt der erfolgreichste Rennrodler in der Geschichte dieser Sportart. Wie beliebt der Schorsch auch bundesweit ist, zeigt seine Wahl zum "Sportler des Jahres".

1999: Erstmals Weltmeister: Alexander Resch. Der Berchtesgadener steht auf seiner Heimbahn am Königssee im Doppelsitzer zusammen mit "Vordermann" Patric Leitner (WSV Königssee) auf der obersten Stufe des Siegerpodestes. Ebenfalls am Königssee wird das Duo auch Deutscher Meister. Wie auch Georg Hackl, für den es nun schon der zehnte Titelgewinn ist und der in der Gesamtwertung des Weltcups Platz 2 belegt. Beim Europa-Cup der Senioren in Oberhof gewinnen im Doppelsitzer Norbert Rosenberger und Rudolf Größwang jun.

2000: Alexander Resch Welt- und Europameister. Im Doppelsitzer mit Patric Leitner (WSV Königssee) als "Vordermann" gibt es für ihn in St. Moritz/Schweiz den Weltmeister-, in Winterberg den Europameister-Titel und ausserdem den 1. Platz in der Gesamtwertung des Weltcups. Bei den Weltmeisterschaften und im Weltcup kommt Georg Hackl auf Rang 3, bei den Europameisterschaften und beim LuK Challenge-Cup auf Rang 2, und in Oberhof gewinnt er "im Abonnement" die Deutsche Meisterschaft. Platz 1 in der Gesamtwertung des Junioren-Weltcups geht in der Kategorie I an Anja Huber, während es bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften am Königssee Titel für Andreas Graitl in der Kategorie I sowie in der Kategorie III für Steffen Reuter im Doppelsitzer mit Alexander Blaschek (SC Gaissach) als "Hintermann" gibt. Graitl belegt überdies in der Kategorie I den 1.Platz beim Deutschen Juniorencup.

2002: Gold für Resch und Silber für Hackl gibt es bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City/USA. Zusammen mit seinem "Vordermann" Patric Leitner (WSV Königssee) gewinnt Alexander Resch im Doppelsitzer auch die Gesamtwertung des Weltcups, wird Europameister und belegt Platz 1 beim 3-Bahnen-Cup. Georg Hackl gewinnt den 3-Bahnen-Cup sowie die Deutsche Meisterschaft in Altenberg und belegt beim KROMBACHER Challenge-Cup Platz 2. Deutsche Juniorenmeister der Kategorie I wird in Altenberg Georg Hölzl. Den Deutschen Juniorencup gewinnen: in der Kategorie I Steffi Ott und Tobias Wendl sowie im Doppelsitzer an Tobias Wendl mit Tobias Arlt (WSV Königssee) als "Hintermann", in der Kategorie II Andreas Graitl.

Fortsetzung folgt...